Sonntag, 24. November 2013

Sal - Kap Verde



Vom 4. bis 18. November 2013 verbrachtern wir unseren verlängerten Sommer-Urlaub auf Sal. Kap Verde

Hier zuerst einige nützliche allgemeine Informationen:
Auf den Kapverden gibt es zwei verschiedene Währungen als Zahlungsmittel. Die einheimischen Escudos und den Euro. An den meisten Orten kann man aber mit Euro bezahlen.

In den Reiseführern steht, dass man das Leitungswasser nicht zum Zähneputzen verwenden soll. Wir haben das aber trotzdem gemacht; leider musste ich feststellen, dass ich davon Magenkrämpfe bekomme, aber Salat und Obst konnte ich ohne Probleme essen. Die Magen-Probleme haben aufgehört, als ich mit Mineralwasser die Zähne geputzt habe. Der Magen meines Mannes zeigte keinerlei Reaktionen auf das Leitungswasser. (Ist wohl von der resistenteren Sorte)

Mücken hatten wir in unserem Zimmer auch ein paar Mal, denn wir schliefen immer mit offener Balkontür. Obwohl wir keinen Mückenschutz verwendeten, hatten wir sehr wenige Stiche und die juckten auch nicht.

Sonnencreme und Kopfbedeckung ist sehr empfehlenswert.
Da alles auf die Kapverdischen Inseln eingeführt werden muss, ist eigentlich alles so teuer wie bei uns oder sogar noch teurer (Hotelshop). Deswegen empfielt es sich, genügend Sonnenschutz von zuhause mitzunehmen!

Eine Taxifahrt von unserem Hotel nach Santa Maria kostet am Tag 3 Euro, egal wieviel Personen mitfahren. In der Nacht kostet das Taxi 4 Euro, weil das Licht am Taxi eingeschaltet werden muss, so die Erklärung der Taxifahrer.

Taxi

Hinterrad vom Taxi (Es geht also auch mit nur 3 Radmuttern)

Wir wohnten im Hotel RIU Garopa in der Nähe von Santa Maria. Es ist eine grosse Hotelanlage zusammen mit dem Hotel RIU Funana. Trotz der Grösse mussten wir beim Essen nie anstehen, es gab auch genügend Liegestühle und Schattenplätze am Meer. Beide Hotels haben identische Poollandschaften und Restaurants. Die zahlreichen Gäste, überwiegend aus Europa, verteilten sich sehr gut auf die ganze Anlage. 600 Angestellte sorgten für ihr Wohl.

Während unserem Aufenthalt wurde am Strand 2 Mal die grüne Fahne gehiesst, das heisst man konnte Kajaks, Surfbretter, Pedalos usw. ausleihen. Meistens war die gelbe Fahne zu sehen, manchmal aber auch die rote, die absolutes Badeverbot bedeutet. Ich muss sagen, es hatte schon heftige Wellen, ablandigen Wind und Unterströmungen, nicht ganz ungefährlich. Einige Leute wurden an den "Strand gespült", weil sie das Gleichgewicht in den hohen Wellen verloren haben. Zum Kite surfen ist dieser Strand ein ideales Gebiet. Eine Bucht weiter ist das Paradies der Wellenreiter, dort hat es bis zu 6 Meter hohe Wellen.

Strandfotos:








 










In der grosszügigen Gartenanlage gibt es viele Pflanzen, es ist alles sehr sauber und gepflegt.




Trinkwasser Tankwagen




Beim Hotelausgang zum Strand

Ausflüge:
Entlang am langen, wunderschönen Sandstrand spazierten wir nach Santa Maria
(Wegdauer ca. 50 bis 70 Minuten). Dort muss man sich unbedingt das Treiben am Fischersteg ansehen.

Fischerboot
Fischersteg von Santa Maria

 






Im Ort wollen Händler den Touristen ihre Waren verkaufen, von Sonnenbrillen über Baseballmützen bis zu Muscheln und Uhren. Mit einem freunlichen Lachen und den Worten "no stress" wird man sie am Besten wieder los.







 Am Strand von Santa Maria findet man auch ein "Outdoor-Fitness-Center".




Die Insel Sal ist nur 33 Km lang und etwa 12 Km breit. Einmal unternahmen wir eine Inselrundfahrt mit Anne Seilers Pic-Up und Bus. Sie leitet das Projekt Hilfe für die Kinder von Terra Boa und macht für Touristen interessante Inselexkursionen Annes Info-Point oder Facebook Ein Teil der Einnahmen wird für ihr Hilfswerk verwendet.
Man findet Anne am Fischersteg in Santa Maria (Mo, Mi, Fr 10 - 12 h) oder
am RIU Strand Mi + Sa 16 - 17.30 h
Man muss die Plätze für die Ausflüge frühzeitig reservieren (geht auch von zuhause aus per Internet). Material-Spenden werden sehr gerne entgegen genommen. Was wird benötigt? Guck hier

Um 09.15 h wurden wir im RIU Garopa von Annes Jeep abgeholt. Leider nieselte es ein wenig an diesem Morgen, aber es war schön warm. Wir fuhren nach Espargos zur Markthalle.

Strassenunterhalt

Das Markttreiben in Espargos



 Dann ging es weiter zum Hafen.



 




Kinder beim Spielen auf dem Gemeinschaftsplatz

Weiter gings zum "Blauen Auge". Wir hatten Glück, denn die Sonne schaute grad durch die Wolken, denn nur bei Sonnenschein, kann man das Blaue Auge sehen.


Das blaue Auge sieht man in einer Vulkangrotte in ca. 15 Meter Tiefe



Mit den Fahrzeugen fuhren wir auf den Naturstrassen durch die steppenartige Landschaft zur Fatamorgana. Man glaubt dort, einen See zu sehen, leider aber nur eine Fatamorgana. Ein Souveniershop mit Bar darf selbstverständlich nicht fehlen. Der Besitzer hat ihn mit viel Liebe eingerichtet.


 





Nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter zu den Kindern von Terra Boa. Hinter Espargos liegt die illegale Barackensiedlung. Die Kinder leben dort unter elenden Bedingungen ohne Strom und Wasser. Wir haben unser mitgebrachtes Obst in eine Kiste gelegt, die Kinder haben sich in einer Reihe angestellt, um von den Früchten zu bekommen. So etwas hab ich noch nie gesehen, das war wirklich sehr sehr eindrücklich. Und abends am Hotelbuffet stehen manche da und wissen nicht, was sie essen sollen, nehmen sich den Teller übervoll und lassen das meiste stehen. Ein absurder Gedanke bei diesem Anblick von so viel Elend. Und das auf der selben Insel in einer Entfernung von nicht mal 20 Kilometern.



 


Früchteverteilung




hier wird der neue Kindergarten gebaut

Mir san mit em Radel da!
Der Fussballplatz

Mein Mann hat im Internet 3 TV-Berichte über die Barackensiedlung in Terra Boa gefunden
(leider nicht in deutsch, aber die Bilder sprechen für sich), hier die Links
Beitrag 1 die weissgekleidete Frau mit weissem Hut ist Anne
Beitrag 2  
Beitrag 3

Nicht weit von diesem Elend entfernt gingen wir zum Mittagessen in ein Restaurant. Ich konnte fast nichts essen, weil mir die Kinder nicht aus dem Kopf gingen...

Weiter fuhren wir nun zu den Salinen Pedra de Lume. Der Eintritt kostet 5 Euro und man kann in den Salzseen baden. Der Salzgehalt ist höher als im Toten Meer. Mein Mann liess es sich nicht nehmen, ein Bad in der Sole zu nehmen, während  ich mit Anne und anderen Touristen auf den Berg rauf fuhr, um von dort oben ein paar Fotos zu schiessen. Die Gegend erinnerte mich an die alten Westernfilme.



Masten der alten Salztransportseilbahn

Die Salzseen sind in einem Vulkankrater

Beim Bade



Durch den Tunnel kommt man zu den Salzseen

nach dem Salzbad

Friedhof weit weg vom Ort auf der Heimfahrt
Es war ein schöner Urlaub, in dem wir viele nette Leute kennen gelernt haben. Sal ist eine karge aber schöne Insel mit langen Sandstränden und freundlichen Menschen.


musikvideo






Kommentare:

  1. Meine Güte all diese Eindrücke, die muss das Auge erst mal verarbeiten, toll, ich beneide dich um die Sonne, den Strand und das Meer ....hier Schnee und Eis....
    Liefs Anett

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  2. Hallo Silvia! Ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestossen....eigentlich über deine Fotos von Sal. Wir waren gemeinsam auf der Tour im Minibus mit Anne! :-) Ich seh nur leider kein Foto von dir........oder find es nicht. Wer bist denn du? Ich bin die blonde, kurzhaarige Freundin von Anne, die Deutsche die in der Schweiz lebt. Sorry, das ich so neugierig nachfrage, aber was für ein Zufall...
    Du hast schöne Fotos von der Tour..........Kompliment!
    Vielleicht hast du ja Lust Fotos auszutauschen, eventuell hab ich ja auch noch ein Foto mit dir drauf...

    Meld dich doch mal! Würd mich freuen

    Email: nicole_funke@web.de

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  3. Hallo Nicole ich hab dir eine mail geschickt. Hast du sie bekommen?

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