Samstag, 23. Juni 2012

Nordsee-Velotour 2012

Nordsee-Velotour vom 14. Juni - 21. Juni 2012
Hamburg - Glückstadt - Büsum - St. Peter Ording - Husum - Niebüll - Sylt - Flensburg
Gesamt Kilometer: 482,98 und Gesamt Fahrzeit: 28 Std. 7 Min. in 8 Tagen

Hamburg (Altona) - Glückstadt 84,09 km, 5 Std 09 Min.
Wir haben während zwei Tagen Hamburg besichtigt. Übernachtet haben wir im Cityhotel Monopol. Eine Hafenrundfahrt durfte nicht fehlen. Einige Bilder wollen wir hier zeigen.

Hamburgerfischmarkt, Foto 6.2012


Speicherstadt in Hamburg, Foto 6.2012



Am 14. Juni 2012 ging es bei bewölktem Himmel los. Diesmal sind wir mit 2 Velos unterwegs. Ich hatte 2 grosse Packtaschen hinten und mein Mann 2 grosse Packtaschen hinten und 2 kleine Packtaschen vorne sowie als Reserve unser Zelt und Schlafsäcke und jeder einen "Regenwetterkleidersack".

Unterwegs nach Glückstadt hat mein Mann dieses coole Foto geknipst. Wir hatten viel Rücken- aber auch Gegenwind. Sind durch viele Naturschutzgebiete vorbei an ganz vielen Schafen und einigen Kühen geradelt. Glückstadt ist ein malerischer Ort. Wir haben im Café Klingbeil für 64 Euro übernachtet.


Kühe in einer Reihe, Foto 6.2012

Glückstadt, Foto 6.2012

















Glückstadt - Büsum 102,73 km, 5 Std 31 Min.
Bei Sonnenschein fuhren wir los. Bei Brunsbüttel mussten wir eine Fähre nehmen.  Wieder radelten wir an Dämmen entlang  und an einem Naturschutzgebiet mit Wildpferden. Heute kehrte der Wind!!! puh, war das anstrengend. Zum Glück konnte ich im Windschatten von meinem Mann fahren. ca. 2 Km vor Büsum fing es dann auch noch an zu regnen... Unsere neue Regenmontur hat sich bewährt! In Büsum haben wir im Strandhotel Hohenzollern für Euro 108,- pro DZ/Nacht /Frühstück übernachtet.

Was noch zu erwähnen ist, hier in dieser Region kann man nirgends mit der VISA Karte bezahlen!!! Ganz schlecht für uns!!! Am Morgen musste ich mir in einem Buchladen noch einen Krimi kaufen. Titel: Küstennebel von Gisa Pauly, Der Krimi spielt auf Sylt! Sehr spannend - ich hab ihn noch nicht zu Ende gelesen...

Strand bei Büsum, Foto 6.2012



Leuchturm in  Büsum, Foto 6.2012




im Hafen von Büsum, Foto 6.2012


Büsum - St. Peter Ording 45,29 km, Fahrtzeit: 2 Std. 42 Min.

Und weiter gings an vielen Dämmen mit vielen Schafen, einem Hasen, aber auch toten Fischen und toten Vögeln vorbei. Und wieder holte uns der Regen und der Gegenwind ein. Was mich gewundert hat, offenbar sind wir die einzigen Radwanderer, die unterwegs sind, denn wir sind ganz alleine unterwegs.

Weil wir bereits um die Mittagszeit in St. Peter Ording angekommen sind und die Sonne sich wieder zeigte, beschlossen wir, eine Strandwanderung zu machen. Der Weg zum Strand führt über eine ca. 1 Km lange Brücke. Geschlafen haben wir in der Kurparkvilla für Euro 85,- inkl. Frühstück.


 Stellvertretend für die 10 000 anderen Schafe... und die gefühlten 100 000 "Schaftörli".

Strand bei St. Peter Ording, Foto 6.2012


                                                                     


 Strand bei St. Peter Ording, Foto 6.2012


St. Peter Ording - Husum 64,4 km, Fahrtzeit: 3 Std. 40 Min.

Bei trockenem Wetter fuhren wir um 9 Uhr los, aber nicht lange und wir zogen unsere Regenjacken an. Wir kamen zum Leuchtturm Westerhevensand, sehr idyllisch gelegen, aber leider regnete es in Strömen und Gegenwind hatten wir auch noch...
Entschädigt wurden wir durch den Anblick von wunderschönen Häusern.



Endlich erreichten wir den Leuchtturm und im Eingang von einem Haus zogen wir unsere gesamte Regenbekleidung an. Schade, dass es dort kein Cafe gibt. Trotz Regenwetter haben wir einige Fotos geknipst.


















Leuchtturm Westerhevensand, Foto 6.2012


Unterwegs haben wir in einem ehemaligen Schafstall eine Schaffrikadelle gegessen und etwas dazu getrunken - super gut!!

Auf der Weiterfahrt - trotz leichtem Seitenwind von hinten - kam ich einfach nicht mehr vom Fleck, mein Kopf war auch schon ganz rot... Mein Mann half mir, indem er mich von der Seite schob, aber irgendwie kamen wir nicht schneller voran. Da fragte ich ihn: He, hab ich eigentlich einen "Platten"? - Er schaute nach und sagte, "Ja, du hast gar nicht mehr viel Luft im Hinterrad!!!"

Zum Glück regnete es nicht mehr und wir konnten an einem Plätzchen das Loch, von einem bösen kleinen Stein verursacht, flicken; wir heisst: mein Mann flickte es und ich schaute zu! Gegen 16 Uhr erreichten wir Husum. Im Hotel Wohlerts fanden wir ein Zimmer für Euro 79,- Am Hafen assen wir in einem kleinen Restaurant einen leckeren Fischteller. Den hatten wir uns wirklich verdient.

Husum - Niebüll 70,22 km Fahrtzeit: 4 Std. 15 Min

Bis Mittag fuhren wir nun weitgehend im Landensinnern, heisst keine Dämme usw.

 wieder ein schönes Haus, Foto 6.2012

In Bredstedt machten wir Mittagspause und schon mussten wir wieder unser Regenzeug anziehen. Es kam ein Gewitter mit Blitz und Donner auf!! Dann kamen wir wieder auf einen Damm mit Schafen und den "tollen" Schaftörli, wo man jedes Mal voll abbremsen muss, damit man durch kommt und bei diesem Schaftörli hatte es riesen Wasserpfützen.


 im strömenden Regen, Foto 6.2012

Strand bei Dagebüll, Foto 6.2012

Bei einer weiteren Rast in einem geschützten Wartehäuschen bei der Fähre trafen wir die ersten "Wanderradler" und kamen ins Gespräch. Weiter gings Richtung Niebüll, langsam hatte ich einen Hungerrast! In einem Cafe stillten wir unseren Hunger und bekamen eine Pension empfohlen. So landeten wir in der Inselpension in Niebüll direkt beim Bahnhof für Euro 75.- Nach dem Nachtessen machten wir noch einen Spaziergang und fotografierten wieder einige wunderschöne Häuser.





















Am nächsten Morgen war schönes Wetter, deshalb beschlossen wir, mit dem Zug und unserern Rädern auf Sylt zu fahren (Niebüll - Westerland retour inkl. 2 Velos Euro 33.60). In Westerland starteten wir unsere Syltrundreise. Die Landschaft inklusiv der Häuser ist einfach traumhaft schön. Es gibt hier sogar Hügel mit Sanddünen und viel weissen Sandstrand. Es sieht fast wie in einem südlichen Land aus (Mallorca usw.) An 2 Leuchttürmen kamen wir auch vorbei und beim östlichen Strand sassen wir noch ca eine Stunde und genossen den Anblick.



















Leuchtturm Westellenbogen (Sylt) 6.2012


Leuchtturm Ostellenbogen, Foto 6.2012





Nach diesem idyllischen Strandleben kamen wir zu unseren Velos zurück und mein Mann musste mit Schrecken feststellen, dass sein Velo hinten einen "Platten" hat. Wieder war ein böser spitzer Stein schuld!


"Plattfuss" Nummer 2, Foto 6.2012 ganz klein im Hintergrund sieht man den Leuchtturm Ostellenbogen.

Leuchtturm Ostellenbogen, 6.2012

Handwerker bei der Arbeit, 6.2012

 Rotes Kliff heisst dieser Leuchtturm, 6.2012

Wir fuhren bis zum Bahnhof Keitum, dort tranken wir einen leckeren Cappucchino im Künstlercafe "Nettes Inn" direkt am Bahnhof.  Ein Besuch lohnt sich. Übrigens, heute sahen wir keine Schafe und keine Schaftörli.

Nettes Inn in Keitum, 6.2012

Weil wir sahen wie voll die Züge sind, die von Westerland her kommen, sind wir auch noch Mal zurück nach Westerland geradelt und haben dort den Zug nach Niebüll bestiegen.

 

aus dem Zug heraus fotografiert, 6.2012
 
Im Nachhinein können wir behaupten, das war der schönste Tag auf unserer Velotour!!!


Niebüll - Flensburg  56,30 km. Fahrtzeit: 3 Std. 25 Min.
Juhui und wieder scheint die Sonne, wir ziehen unsere kurzen Velokleider an. Leider hatten wir viel Gegenwind. Die Landschaft sieht hier eigentlich wie bei uns aus, viele Landflächen und Wälder, nur haben wir nicht so viele Windräder, wobei ich sagen muss, ich mag diese Windräder. 


Foto 6.2012

Bei Achtrup haben wir eine Windmühle fotografiert. Es ist heute darin und in diversen Nebengebäuden ein Kinderheim untergebracht.


Kinderheim bei Achtrup, 6.2012


 Reihenhäuser, ich glaub in Leck, 6.2012



Vor Flensburg kamen wir wieder in die Zivilisation mit vielen Autos, Abgasen... Das Touristenbüro vermittelte uns die Pension Möller 63,- Euro DZ. Im gleichen Haus gibt ein mazedonisches Restaurant, dort haben wir ein sehr gutes Nachtessen genossen.
Am Nachmittag machten wir noch einen Stadt- und Hafenspaziergang und ich kaufte mir einen tollen Jupe.

Einige Bilder aus dem Flensburger Hafen:



 

und aus der Stadt Flensburg:
Schuhe in Flensburg, Foto 6.2012
und das habe ich dazu im Internet dazu gefunden:
http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article//ausgelatscht-schuhe-als-risikofaktor.html

Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Zug nach Hamburg. Um 14 Uhr fuhren wir in Hamburg mit unserem Auto in Richtung Heimat los. Kurz vor Freiburg in einer langen 2 spurigen Baustelle wurde der Himmel immer schwärzer, ein Gewitter kam auf, Regen setzte ein, die Scheibenwischer liefen auf Hochtouren, man konnte fast das Vorderauto nicht mehr sehen. Der Hintermann gab meinem Mann noch Lichtzeichen, dabei war die linke Spur frei. Endlich überholte uns dieser Idiot, aber er kam nicht viel weiter.

Plötzlich stand die 2-spurige Autobahn still!!! Inzwischen hagelte es sogar. Nach einer Ewigkeit sahen wir Blaulichter auf unserer Spur entgegen kommen (eine Gasse konnte nicht gebildet werden, weil ein Pannenstreifen in diesem langen Baustellenbereich fehlte). Wir hatten das Radio eingeschaltet und endlich kam die Verkehrsmeldung, dass 2 Bäume vom Blitz getroffen auf die Fahrbahn gefallen sind! Nach einer Stunde, der Regen hatte inzwischen aufgehört, konnten wir wieder weiterfahren, Zum Glück war kein Autofahrer unter diesen Bäumen, es ist also alles glimpflich abgelaufen.

Endlich um 24 Uhr erreichten wir unser Haus.

Fazit: Es war für mich eine anstrengende Radtour, aber die vielen schönen Eindrücke haben mich dafür entschädigt.


Veloroutenplaner: http://de.viamichelin.ch/


Liebe Grüsse Silvia

1 Kommentar:

  1. Silvi, es war richtig, dass ihr gefahren seit!
    Danke, für die schönen Eindrücke!
    Freu` mich aber auch, dass du wieder da bist.^^
    glG,*Manja*

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